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„Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen“

Paulo Coelho
Pilgern – sich mit eigener Kraft von a nach b bewegen und der eigenen Sehnsucht folgen. Einen Weg finden, der einen in den Bann zieht und mit jedem Schritt ein Stück näher zu sich selbst führt.

Was so sehnsuchtsvoll klingt und vielleicht auch den eigenen „Sinnsucher“ weckt, erleben viele auf dem berühmten Jakobsweg. Etappe für Etappe erreichen die Menschen nicht nur einen neuen Ort, sondern sie scheinen auch innerlich bereichert zu sein, sich verändert zu haben. Was ursprünglich mit einem kirchlichen Hintergrund anfing, wird in der heutigen Zeit ziemlich gehypt: Worte wie „sich selber finden, tiefergehende Erfahrungen machen, ein anderer Mensch werden“ sind keine Seltenheit. Mit dem Ergebnis, dass sich nicht wenige über überfüllte Wege oder Platznot in Herbergen ärgern. Und trotzdem keimt in meinem Hinterkopf auch immer wieder der Gedanke auf, selber eine solche Erfahrungsreise zu erleben und mich aus eigener Kraft von a nach b zu bewegen. Und bei all dem Gerede, das um die großen Wege gemacht wird, vergisst man oft das Kleine, das so nah ist. Fernwanderwege gibt es schließlich überall auf der Welt. Und das sogar ziemlich genau vor meiner eigenen Haustür.

Der Eifelsteig führt in 313 Kilometern und 15 Etappen von Aachen nach Trier. Von dem größten Hochmoor Deutschlands bis in die Vulkaneifel. Und das entlang einer Landschaft, die durch den Kampf der Elemente entstanden ist: durch Feuer, Wasser, Licht und Sonne. Und somit auch das Motto „Wo Fels und Wasser dich begleiten“ trägt [mehr Infos unter http://www.eifelsteig.de]. In mir kommt die Idee auf, dass es sich vielleicht auch zuhause ganz gut munkeln oder eben pilgern lässt. Und das ganze nicht gehend – sondern laufend. Denn letztendlich ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern der Weg, der dich Schritt für Schritt, im Rhythmus deines Herzens zu deinem eigenen Ziel bringt.

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